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Lockerung
Bei Schraubverbindungen kann Lockerung einen Verlust an Vorspannkraft oder ein selbsttätiges Losdrehen bezeichnen. Beide Vorgänge sind zu unterscheiden. Geeignete Gegenmaßnahmen hängen von Verbindung, Belastung und Montagebedingungen ab.
Vorspannkraft kann ohne Drehung sinken
Setzvorgänge an Kontaktflächen, Kriechen oder andere Veränderungen im verspannten Aufbau können die Vorspannkraft reduzieren. Dabei muss sich die Schraube nicht sichtbar drehen. Eine Markierung gegen Verdrehen erfasst deshalb nicht jede Form des Vorspannkraftverlusts.
Selbsttätiges Losdrehen
Dynamische Belastungen und Relativbewegungen können unter ungünstigen Bedingungen ein Losdrehen begünstigen. Wie stark eine Verbindung gefährdet ist, hängt unter anderem von Auslegung und Betriebszustand ab. Nicht jedes Sicherungselement wirkt gegen jeden Mechanismus.
Maßnahmen nach Vorgabe
Geeignete Auslegung, kontrollierte Montage und passende Sicherungsverfahren müssen zusammen betrachtet werden. Ein höheres Drehmoment oder beliebiges Nachziehen ist keine allgemeine Lösung. Für Wiederverwendung, Schmierung und Sicherungsmittel gelten die Anforderungen der konkreten Verbindung.